Grundlagen 2

Blindwiderstände /Wechselstromtechnik

Unter Blindwiderständen werden solche verstanden, bei denen in der Praxis das Ohmsche Gesetz in seiner bekannten Form für die Gleichstromtechnik anzuwenden ist. Bei einem Blindwiderstand (ideal) ist Strom und Spannung um j = 90° phasenverschoben. Bei einem verlustbehafteten Blindwiderstand ist dieser Phasenwinkel j £ 90° . In der Elektronik wird zwischen dem kapazitiven Blindwiderstand (Kapazität) und dem induktiven Blindwiderstand (Induktivität) unterschieden. Für diese Blindwiderstände sind in der Praxis die Größen und Bemessungsgrundlagen für die Verlustwiderstände sowie für die Dämpfung und Güte sehr wichtig. Um einen Blindwiderstand an einer Rechnung zu kennzeichnen, wird dieser für Spule und Kondensator häufig mit XC und XL benannt. Hier wird schon im Hinblick auf die verlustbehaftete Spule und Kondensator die Kennzeichnung RL und RC benutzt. Spannungsteiler mit Blindwiderständen In der Wechselstromtechnik wird häufig von Blindwiderständen als Spannungsteiler Gebrauch gemacht. Besonders in der Hochfrequenztechnik lassen sich damit oft Anpassungsprobleme bei der Ansteuerung von Verstärkerstufen erreichen.